Charles Hoskinson weist Austrittsgerüchte zurück, zieht sich von X zurück und fordert Reformen für Cardano
Charles Hoskinson sagt, er werde Cardano nicht verlassen, plant jedoch, sich von öffentlichen Auftritten und sozialen Medien zurückzuziehen, während er das Ökosystem auffordert, Führung, Governance, Unterstützung von Entwicklern und die langfristige Ausrichtung zu überdenken.
By SongMarketCap
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Cardano-Gründer Charles Hoskinson hat öffentlich Gerüchte zurückgewiesen, dass er Cardano verlässt oder sich aus dem Ökosystem zurückzieht, nachdem in sozialen Medien und Krypto-Nachrichtenportalen Spekulationen aufkamen. In einem neuen 26-minütigen Video bestätigte Hoskinson, dass er Cardano weiterhin verpflichtet bleibt, gab jedoch bekannt, dass er sich von öffentlichen Inhalten zurückzieht, Interviews absagt und seine Aktivitäten auf X reduziert, während er über die zukünftige Ausrichtung des Projekts nachdenkt.
Was als Reaktion auf Austrittsgerüchte begann, weitete sich schnell zu einer breiteren Diskussion über Cardanos Kultur, Governance, die Nachhaltigkeit von Entwicklern und die langfristige Vision aus. Hoskinson sprach über die Auswirkungen toxischer Online-Kultur, den Druck in Bezug auf die Preisentwicklung von ADA, die Rolle der Cardano Foundation und die Zukunft von Initiativen wie Leios, Midnight und Bitcoin-Programmierung.
Charles Hoskinson zieht sich von X zurück
Ein wesentlicher Teil des Videos konzentrierte sich auf soziale Medien und deren Einfluss auf öffentliche Diskussionen innerhalb des Cardano-Ökosystems. Hoskinson verwies auf eine Analyse von etwa 130 Antworten auf seine Beiträge, die ergab, dass etwa ein Drittel feindselige, beleidigende oder persönlich angreifende Sprache enthielt.
Laut Hoskinson ist es zunehmend schwierig, X als Plattform für sinnvolle Gespräche über die Zukunft von Cardano zu nutzen. Er sagte, der konstante Strom persönlicher Angriffe habe sowohl ihn als auch Personen in seinem Umfeld beeinflusst, was ihn zu der Entscheidung veranlasste, seine Präsenz auf der Plattform zu reduzieren und alternative Gemeinschaftsräume mit klareren Standards für Verhalten und Moderation zu erkunden.
Dieser Schritt bedeutet keinen Austritt aus Cardano. Hoskinson erklärte, dass er weiterhin an Midnight und anderen Initiativen arbeitet, aber plant, weniger Zeit mit öffentlichen Videos, Interviews und Diskussionen in sozialen Medien zu verbringen.
Cardano steht vor einer Identitätsfrage
Eines der zentralen Themen des Videos war Hoskinsons Ansicht, dass Cardano vor einer tiefergehenden Herausforderung als nur der Marktleistung steht. Er kontrastierte die als bedeutend beschriebene Fortschritte bei Dezentralisierung, Forschung, Engineering und Protokollentwicklung mit wachsendem Frust von Community-Mitgliedern, die sich hauptsächlich auf die Preisentwicklung des Tokens konzentrieren.
Hoskinson betonte, dass seine eigenen Prioritäten weiterhin auf Forschung, Datenschutztechnologien, Bitcoin-Integration, RealFi-Initiativen und der Lösung schwieriger technischer Probleme liegen. Er hob insbesondere Leios, Bitcoin-Programmierung und Midnight als Bereiche hervor, die sein Engagement im Ökosystem weiterhin antreiben. Während des Videos bestätigte er auch erneut, dass der öffentliche Testnet-Start von Leios für den 23. Juni 2026 erwartet wird.
Er argumentierte, dass Cardano letztendlich entscheiden muss, ob sein primäres Ziel kurzfristige Preissteigerungen oder die Entwicklung langfristiger Infrastruktur und dezentraler Systeme ist. Hoskinson erklärte, dass er nicht der richtige Mann sei, um die Bemühungen zu leiten, falls das Ökosystem ausschließlich auf die Erhöhung von Token-Preisen abzielt.
Governance, Nachhaltigkeit der Entwickler und eine neue Roadmap
Der Bereich Governance im Video umfasste einige von Hoskinsons bisher schärfste Kommentare zur Rechenschaftspflicht im Cardano-Ökosystem. Er verwies auf Herausforderungen, denen Projekte wie JPEG Store und TapTools ausgesetzt sind, und argumentierte, dass Cardano stärkere Mechanismen benötigt, um Teams zu unterstützen, die Produkte und Infrastruktur aufbauen, von denen das gesamte Ökosystem abhängt.
Hoskinson übte auch deutliche Kritik an der Cardano Foundation und erklärte, dass ADA-Inhaber nur begrenzte Möglichkeiten haben, direkten Einfluss auf deren Führung, Entscheidungen oder Betrieb auszuüben. Er beschrieb die Governance-Struktur der Foundation als den größten Fehler seiner Karriere und argumentierte, dass Organisationen innerhalb des Ökosystems der Gemeinschaft, der sie dienen, Rechenschaft schuldig sein sollten.
Mit Blick auf die Zukunft skizzierte Hoskinson drei Prioritäten, die seiner Meinung nach das nächste Kapitel von Cardano prägen könnten: Die Verlagerung der Gemeinschaftsdiskussionen weg von toxischen sozialen Medienumgebungen, die Einführung neuer Führungspersönlichkeiten und Ideen ins Ökosystem sowie die Erstellung einer neuen Roadmap, die alle Beteiligten um eine gemeinsame Vision vereint.
Das Video endete mit einem Aufruf zur Reflexion im gesamten Ökosystem. Anstelle der Vorstellung eines detaillierten Reformpakets gestaltete Hoskinson die kommenden Monate als eine Phase zur Bewertung der Ausrichtung, Governance-Strukturen und Prioritäten von Cardano. Seine Botschaft lautete, dass die Zukunft des Projekts nicht nur von Technologie abhängen wird, sondern auch von der Bereitschaft der Gemeinschaft, zu definieren, wofür Cardano steht, wie Führung accountable gehalten wird und welche Ziele das Ökosystem durch die nächste Entwicklungsphase leiten werden.