Kandidaten für das Cardano Constitutional Committee warnen, dass verfassungsmäßige Befugnisse Community Abstimmungen überstimmen könnten

Kandidaten in Cardanos Wahl 2026 für das Constitutional Committee diskutieren, wie strikt das Gremium die Constitution auslegen sollte, da die Sorge wächst, dass übermäßig restriktive Entscheidungen gültige Governance Vorschläge daran hindern könnten, die breitere Wählergemeinschaft zu erreichen.

By SongMarketCap

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Cardano News - Kandidaten für das Cardano Constitutional Committee warnen, dass verfassungsmäßige Befugnisse Community Abstimmungen überstimmen könnten

Die Wahl zum Cardano Constitutional Committee hat eine breitere Debatte über die Grenzen verfassungsmäßiger Autorität im Governance System des Netzwerks ausgelöst.

Während eines Runden Tisches der Cardano Foundation argumentierten Kandidaten, dass das Committee die Constitution durchsetzen müsse, ohne Verfahrensauslegung in einen Mechanismus zu verwandeln, der Vorschläge blockiert, bevor DReps und stake pool operators über ihr Ergebnis entscheiden können.

Entscheidungen des Constitutional Committee können Vorschläge vor einer Community Abstimmung stoppen

Das Constitutional Committee bewertet, ob Governance Aktionen mit der Cardano Constitution vereinbar sind. Sein Mandat besteht nicht darin festzustellen, ob ein Vorschlag strategisch sinnvoll, technisch stark oder eine Finanzierung aus dem Treasury verdient.

Diese Unterscheidung hat weitreichende Folgen. Eine Governance Aktion, die als verfassungswidrig eingestuft wird, kann am Weiterkommen gehindert werden, selbst wenn der breitere Cardano Wählerkreis sie möglicherweise unterstützt hätte.

Der wieder antretende Kandidat Philip Disarro warnte, dass mehrdeutige verfassungsrechtliche Formulierungen den Mitgliedern des Committees erhebliche Auslegungsspielräume geben. Er argumentierte, diese Befugnis solle zurückhaltend ausgeübt werden, denn die Ablehnung einer Governance Aktion tut mehr, als eine Meinungsverschiedenheit festzuhalten. Sie nimmt dem Wahlkörper die Möglichkeit, diesen Vorschlag zu billigen.

Disarro verband seine Position mit früheren Fällen, in denen Teams monatelang Governance Aktionen vorbereiteten, bevor sie aufgrund von Punkten, die er als übermäßig technisch ansah, für verfassungswidrig erklärt wurden. Seiner Schilderung zufolge nahmen einige Antragsteller nach dieser Erfahrung nicht mehr an der Cardano Governance teil.

Andere Kandidaten befürworteten einen Text zuerst Ansatz, erkannten jedoch an, dass die Constitution nicht jedes Governance Szenario vorwegnehmen kann. Sean Biri beschrieb einen Prozess, der mit der einfachen Bedeutung des verfassungsrechtlichen Textes beginnt, gefolgt von seiner inneren Struktur, früheren Entscheidungen und dem Zweck der betreffenden Bestimmung, wenn weiterhin Unklarheit besteht.

Die Asia Africa Cardano coalition skizzierte ein ähnliches Modell, bei dem einzelne Mitglieder ihre Auslegungen dokumentieren, bevor die Gruppe debattiert und eine endgültige Position findet.

Abgelehnte Governance Aktionen brauchen vollständige Begründungen

Die Kandidaten stellten auch in Frage, wie das Committee verfassungswidrige Entscheidungen an die Autoren von Vorschlägen kommuniziert.

Disarro argumentierte, dass eine Ablehnung jedes festgestellte Compliance Problem benennen sollte und nicht nur das zuerst gefundene. Beim derzeitigen Vorgehen kann ein Antragssteller eine Governance Aktion überarbeiten und erneut einreichen, nur um eine weitere Ablehnung auf Grundlage eines weiteren verfassungsrechtlichen Bedenkens zu erhalten, das bereits bei der ursprünglichen Prüfung hätte offengelegt werden können.

Dieser Prozess kann Governance Zeitpläne verlängern und die Kosten für Teams erhöhen, die ohnehin technische Unterlagen vorbereiten, Community Feedback einholen und eine on chain Einreichung koordinieren müssen.

Kandidaten diskutierten standardisierte verfassungsrechtliche Checklisten, gemeinsame Begründungsvorlagen und Beratung vor der Einreichung als mögliche Wege, wiederholte Fehlschläge zu verringern. Solche Werkzeuge würden nicht vorgeben, wie Committee Mitglieder abstimmen, könnten aber die Compliance Erwartungen klarer machen, bevor Antragsteller die Ressourcen binden, die nötig sind, um eine Aktion on chain zu stellen.

Die Diskussion legte auch operative Schwächen innerhalb des Committees offen. Das Einreichen von Stimmen des Constitutional Committee kann Kommandozeilenwerkzeuge und spezialisierte Signaturprozesse erfordern, besonders für coalition basierte Mitglieder. Mehrere Teilnehmer sagten, verschiedene Committees hätten unabhängig interne Arbeitsabläufe entwickelt und damit doppelte Arbeit geschaffen, statt eines gemeinsamen Systems, das an zukünftige Mitglieder übergeben werden könnte.

Vier Sitze werden die nächste Phase der Cardano Governance prägen

Die Wahl 2026 wird vier der sieben Sitze des Constitutional Committee besetzen, die derzeitigen Mandate laufen im September aus. DReps können bis zur epoch boundary am 23. Juli für ihre bevorzugten Kandidaten stimmen.

Nach der Prüfung der Ergebnisse sollen die vier bestplatzierten Kandidaten in eine on chain Governance Aktion übergehen, die von Intersect ab der epoch boundary beginnend am 28. Juli eingereicht wird.

Die neuen Mitglieder stoßen zum Committee, während dessen Arbeitslast weiter wächst. Der Runde Tisch stellte fest, dass im Jahr 2026 bereits mehr als 50 treasury withdrawal Aktionen eingereicht worden waren, während die Rolle im Committee unbezahlt bleibt und sowohl verfassungsrechtliche Analyse als auch technische Umsetzung erfordert.

Die Wahl entscheidet daher über mehr als nur die Besetzung von vier Committee Sitzen. Sie wird beeinflussen, wo Cardano die Grenze zwischen verfassungsrechtlichem Schutz und Community Autorität zieht. Ein strenges Committee kann nicht konforme Aktionen am Fortkommen hindern, doch jedes verfassungswidrige Urteil schließt auch den Abstimmungsprozess, bevor DReps und stake pool operators ihr Votum abgeben können. Die in diesem Zyklus gewählten Kandidaten werden dafür verantwortlich sein zu entscheiden, wann ein Eingreifen nötig ist und wann die Entscheidung bei Cardanos breiterem Governance Gremium verbleiben sollte.